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Philotherapie

Das Wort Philotherapie:
Der Begriff setzt sich aus Philosophie und Therapie zusammen, wobei –sophie, (sophia - gr. die Weisheit) das praktische Erkenntnisinteresse leitet. Eine Therapie, Behandlung, ist im allgemeinen Wortgebrauch gemeint, umfasst auch seinen Bedeutungssinn von etwas behandeln, z. B. ein Thema, eine Suche, ein Gefühl, das Teil hat an unseren Lebensentscheidungen. Darin sich umzutun, Sinnzusammenhänge herauszustellen und dem eigenen Handeln, der eigenen Erkenntnis als mögliche Perspektive der Betrachtung zu unterstellen, läßt sich als Behandlung eines Themas, wie auch als Behandlung eines Gefühls in uns, das wir mit der Sache in Verbindung bringen,  verstehen.

                                                                                                                                                                      

Anmerkungen

Behandelt man eine Sache, die wir vertreten, sind wir auch im Rätsel des Wissens unterwegs. Wissen wir genau, was wir mit unserem Wissen leisten können? Wohin verzweigt sich schon ein einziges Wort, wenn man es ein wenig näher betrachtet? Und was hat das Wort mit mir zutun, es wird doch von allen gesprochen. Sagen denn alle dasselbe mit demselben Satz? Verfärbt sich ein Wort, ein Satz durch seinen Klang? Wohin führt der Klang?

Und der Tanz unserer Mimik und Gestik, sind das auch noch dazugehörige Sprachunterstützungen oder sind es eigenständige Sprachen? Wir scheinen emotional aber ganz in den Sätzen eingebunden zu sein. Sollte man gar aus den Sätzen unsere Verantwortung für unser Sprechen herauslesen können? Haben wir nicht nur für die anderen eine Maske aufgezogen? Von wem spreche ich, wenn ich ich sage? Wie verstehe ich das?

Alles Gesprochene ist der Hinweis auf eine lebendige Praxis. Jeder Beteiligte handelt in ihr und übersetzt sich in die Wege ihres Geschehens; man ist die Praxis, was wir daraus bewahren, nennen wir Kultur; wenn wir die Kultur hintereinander sehen, sprechen wir von Geschichte. So sieht man eher, wie sehr wir mit Fragmenten umgehen, wenn wir um oder in uns zurückkehren, um nach der Wahrheit zu suchen. Sie kann nur ein Abgleich mit dem Gefundenen sein. Aber was wissen wir nicht alles nicht mehr, obwohl wir sicher sein können, es erlebt zu haben. Tröstet das nun oder macht es noch fragwürdiger?

Wer sich erschüttern läßt, sucht mit wachem Auge sich in seinen Wegen. Das bereitet eine Aussicht auf ein existentiell gefaßtes Mitleben.